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Sichere Nutzung von Smartphones und Tablets: Checkliste

Von: Andrea Estermeier, VerbraucherService Bayern im KDFB e. V.

Für mobile Geräte gelten die gleichen Sicherheitsanforderungen wie für alle Computer. Die folgende Checkliste gibt einen Überblick über die wichtigsten Vorkehrungen, um Smartphones und Tablets sicher zu nutzen und Daten zu schützen.

Zugangsschutz

  • Aktivieren Sie den Zugangsschutz (Tastatursperre und Gerätesperrcode) und geben Sie die Entsperrcodes nicht an Dritte weiter. Viele aktuelle mobile Endgeräte unterstützen auch sogenannte biometrische Sicherheitsfunktionen wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, die als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme einen sinnvollen Schutz bieten.

  • Achten Sie auch auf Sichtschutz bei der Eingabe von Daten.

Schnittstellendeaktivierung

  • Deaktivieren Sie unbedingt Schnittstellen wie die WLAN- oder die Bluetoothfunktion, wenn Sie sie nicht brauchen.

  • Dritte können sonst über diese unbemerkt auf Ihr mobiles Gerät zugreifen.

Apps

  • Installieren Sie Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen wie zum Beispiel den Apps-Stores der Hersteller („iTunes“ für iOS-Geräte oder „Google Play“ für Android-Geräte).

  • Achten Sie darauf, welche Rechte Sie dem Anbieter mit dem Download der jeweiligen App einräumen.

Datenschutzeinstellungen

  • Prüfen Sie immer die Datenschutzeinstellungen, bevor Sie ihr Handy oder einzelne Anwendungen mit Ihrem Konto aus sozialen Netzwerken oder aus Einkaufsplattformen wie Amazon verknüpfen.

Sicherheitsupdates

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Betriebssystem und Ihre Anwendungen immer auf dem neuesten Stand sind.

Updates von Apps

  • Vermeiden Sie automatische Updates von Apps.

  • Es kann vorkommen, dass mit dem Update die Datenschutzeinstellungen verändert werden. Prüfen Sie die Updates vorher.

Datensicherung

  • Sichern Sie in regelmäßigen Abständen mit einem Synchronisationsprogramm Ihre Daten auf einem anderen Gerät.

  • Verwenden Sie dafür zum Beispiel „iTunes“ für iOS oder „MyPhoneExplorer“ für Android.

Datensparsamkeit

  • Speichern Sie so wenig persönliche Daten wie möglich auf Smartphone oder Tablet.

  • Speichern Sie vor allem keine Passwörter oder PIN-Codes auf dem Smartphone oder Tablet.

Sicherheitssoftware

  • Installieren Sie eine Sicherheitssoftware über den App-Store.
  • Informieren Sie sich vor der Auswahl einer geeigneten App bei neutralen App-Testern.

Malware-Scanner

  • Installieren Sie sich ein Maleware-Scanner („Malware“ = engl. „Male“ und „Software“ steht für „Schadprogramm“).
  • Der Scanner warnt Sie vor potenziell gefährlichen und nicht vertrauenswürdigen Anwendungen.

Virenschutz

  • Nutzen Sie Anwendungen, die vor Viren auf Webseiten oder in Dateien warnen.

  • Zudem gibt es bereits Anwendungen, die Sie vor Phishing-Attacken in E-Mails warnen. Sie werden gewarnt, wenn zum Beispiel die Webseite Ihrer Bank nicht echt ist und Sie auf keinen Fall Ihre Bankdaten eingeben sollten.

Drittanbietersperre (oder auch „WAP-Sperre“)

  • Lassen Sie Drittanbieter bei Ihrem Zugangsprovider (Vodafone, T-Mobile, Telefonica, o.ä.) sperren, wenn Sie nicht vorhaben, das mobile Endgerät für Bezahlvorgänge zu nutzen.

  • So vermeiden Sie Kosten, die unbemerkt durch sogenannte „Mehrwertdienste“ entstehen können.

Hotspots

  • Darüber hinaus sollte man bei der Nutzung öffentlicher W-LAN („Hotspots“) Vorsicht walten lassen und auf keinen Fall sensible Daten wie Passwörter eingeben.

Mobile-Shopping

  • Speichern Sie nie unverschlüsselt und ohne Passwortschutz Bank- oder Kreditkartendaten im Handy/Smartphone ab.

  • Informieren Sie sich genau, welche Sicherheitseinstellung Bezahl-Apps wie PayPal oder Apple Pay haben.

Wechsel des Geräts

  • Wenn das Gerät einmal gegen ein anderes ausgetauscht werden soll, achten Sie auf die vollständige Löschung der Daten auf dem Gerät und entfernen Sie in jedem Fall die SIM-Karte.

Verlust des Geräts

  • Geht das Gerät einmal verloren, sofort die SIM-Karte bei Ihrem Dienstanbieter (Vodafone, T-Mobile, Telefonica, o.ä.) sperren lassen.

  • Einige Geräte- und Softwarehersteller bieten für den Notfall verschiedene Möglichkeiten an, die Daten aus der Ferne zu löschen oder das Gerät wiederzufinden.

    • Lokalisierungsfunktion zum Aufspüren des Smartphones: Es wird der aktuelle Standort des Handys ermittelt und auf einer Internetseite in einer Karte dargestellt.
    • Extra-Diebstahlfunktion: Es gibt Anwendungen, die es ermöglichen ein Foto vom Dieb mit der Handy-Front-Kamera zu erstellen und auf einer Webseite zur Verfügung zu stellen. Die Funktion wird vom Nutzer bei Verlust oder Diebstahl des Gerätes auf der Internetseite des Sicherheitsanbieters zur Verfügung gestellt. Melden Sie den Diebstahl bei der Polizei!
    • Der sogenannte SIM-Karten Schutz sperrt das Gerät sofort, wenn die SIM-Karte entfernt und durch eine andere ersetzt wird. So bleiben die persönlichen Daten auf dem Gerät geschützt.

Mehr zum Thema

  • Sichere Nutzung von Smartphones und Tablets
  • Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie hat auf seinem Informationsportal BSI für Bürger dem Thema Mobile Sicherheit einen eigenen Schwerpunktbereich gewidmet.
  • www.polizei-beratung.de: Informationsseite der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes mit ausführlichen Hinweisen zu den Gefahren im Internet.
  • www.internet-sicherheit.de: Seiten des Instituts für Internetsicherheit der Westfälischen Hochschule mit vielen Sicherheitstipps.
  • www.sicher-im-netz.de: Homepage des Vereins Deutschland sicher im Netz unter anderem mit Hinweisen zum Thema Mobile Geräte.
  • www.vzbv.de: Seiten des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) mit einem Schwerpunkt zum Thema Digitale Welt.
  • Seminarreihe Smart Surfer – Sicher online im Alter

Der Freistaat Bayern stellt Ihnen auf dieser Website unabhängige, wissenschaftsbasierte Informationen zum Verbraucherschutz zur Verfügung.
Einzelfallbezogene Rechtsauskünfte und persönliche Beratung können wir leider nicht anbieten. Auch dürfen wir Firmen, die sich wettbewerbswidrig verhalten, nicht selbst abmahnen.
Sollten noch Fragen zu Ihrem konkreten Sachverhalt verbleiben, wenden Sie sich bitte an die unter Service genannten Anlaufstellen.

Stand: 16.12.2024
Autor: Andrea Estermeier - VerbraucherService Bayern
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