You are using an outdated browser. For a faster, safer browsing experience, upgrade for free today.
Zur Startseite des Internetangebots Verbraucherportal Bayern
Beginn der Metanavigation
  • Barrierefreiheitserklärung des Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz
  • Videos zur Bedienung des Webauftritts in Gebärdensprache
  • Die Inhalte und Handhabung des Internetangebots in leichter Sprache
  • Externer Link zum Instagram-Auftritt des Ministeriums
  • Externer Link zum Facebook-Auftritt des Ministeriums
  • Externer Link zum Youtube-Kanal des Ministeriums
  • Externer Link zum Linkedin-Auftritt des Ministeriums
  • Essen und Trinken
  • Produkte und Energie
  • Recht
  • Geld und Versicherungen
  • Digitale Welt
  • Nachhaltiger Konsum
  • Startseite >> 
  • Digitale Welt >> 
  • Social Media und Neue Dienste

Was sind Social Bots? Wirkung, Risiken, Maßnahmen

Von: Andrea Estermeier, VerbraucherService Bayern im KDFB e. V.

Der Begriff "Social Bots" ist spätestens seit dem US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 zwischen Hillary Clinton und Donald Trump durch die Medien bekannt geworden. Wie funktionieren Social Bots und wie kann man sie erkennen? Darum geht es im folgenden Artikel.

In diesem Beitrag finden Sie

  • Was bedeutet Social Bot?
  • Wie funktioniert ein Social Bot?
  • Trolle 2.0: Eine Gefahr für die Demokratie?
  • KI und Deepfakes
  • Mensch oder Maschine - wie erkennt man den Unterschied?

Was bedeutet Social Bot?

Der Name “Bot” ist eine Kurzform des englischen Begriffs “robot” (Roboter). Dahinter verbirgt sich ein Computerprogramm, das ähnlich wie eine automatisierte Maschine darauf programmiert ist, bestimmte Aufgaben zu bearbeiten, ohne dass ein Mensch eingreifen muss.

Ein “Social Bot” ist speziell darauf programmiert, sich kommunikativ in sozialen Netzwerken zu beteiligen und auf bestimmte Eingaben automatisch zu reagieren.

Wie funktioniert ein Social Bot?

Wie genau diese automatisierte Kommunikation funktioniert, hängt mit dem jeweiligen Netzwerk oder Anbieter zusammen. Auf Facebook können z.B. sogenannte Chatbots eingesetzt werden. Diese interagieren und kommunizieren direkt mit den Nutzer/-innen in einem Chat. Dabei geben sie zum Beispiel Auskunft über Wetter und Börsendaten oder informieren zu Bestellvorgängen und dem aktuellen Lieferstatus einer Sendung.

Beim Microblogging-Dienst X agieren Social Bots aus eigenen Profilen heraus, bei denen oftmals nicht ersichtlich ist, ob es sich um reale Nutzer/-innen oder um programmierte Roboter handelt. Diese Bots sind in der Regel auf bestimmte Schlüsselwörter oder sogenannte Hashtags programmiert, auf die sie dann wiederum mit vorgefertigten Informationen reagieren.

Je nach Programm können die Bots in unterschiedlichen Komplexitätsstufen agieren: Die einfachsten retweeten oder favorisieren Nachrichten mit bestimmten Hashtags. Das sorgt für eine größere Verbreitung und erhöht die Aufmerksamkeit auf einen Beitrag. Bei komplexeren Bots erstellt ein Algorithmus selbst eigene Beiträge, teilweise gezielt mit geplanten Pausen und Tippfehlern, um menschlich zu wirken.

Trolle 2.0: Eine Gefahr für die Demokratie?

Viele Expert/-innen sehen den Einsatz von Social Bots insbesondere bei der öffentlichen Meinungsbildung sehr kritisch. Immer mehr Menschen informieren sich online über Nachrichten und das politische Geschehen. Soziale Netzwerke spielen dabei sowohl als Informationsquelle als auch als Ort der Meinungsbildung eine immer bedeutendere Rolle. Deshalb stellt sich die Frage, inwieweit Social Bots dazu beitragen können, Nutzer/-innen durch gezielte Desinformation zu manipulieren und so die öffentliche Meinung zu beeinflussen.

In sozialen Netzwerken wie X und Facebook, aber auch Instagram oder den Leserkommentarbereichen von Onlinemedien sind die automatisierten Beiträge kaum von solchen, die von Menschen verfasst wurden, zu unterscheiden. Bei entsprechender Anzahl von Social Bots kann beispielsweise bei einer politischen Diskussion im Netz der Eindruck erweckt werden, dass eine bestimmte Haltung oder Position weit verbreitet oder sogar vorherrschend ist. Für die Initiator/-innen der Bots geht es dabei in erster Linie darum, Präsenz zu zeigen, Debatten an sich zu reißen und manchmal sogar einzuschüchtern. Diskussionen im Netz könnten so entscheidend beeinflusst werden.

Einige Politiker/-innen äußern daher auch die Befürchtung, dass Social Bots im Wahlkampf sogar Wahlentscheidungen maßgeblich beeinflussen könnten. Im Vorfeld der Brexit-Entscheidung und im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 haben Experten mehrfach auf den massenweisen Einsatz von Bots hingewiesen. Laut einer Analyse zum Wahlkampf wurden zeitweise 19% der Pro-Trump- oder Pro-Clinton-Botschaften von Social Bots verbreitet. Für den Bundestagswahlkampf 2017 hatten sich daher die im Bundestag vertretenen Parteien dafür ausgesprochen, auf den Einsatz von verdeckten Social Bots zu verzichten.

KI und Deepfakes

Zusätzlich befindet sich die KI (Künstliche Intelligenz) auf dem Vormarsch. Mittels KI können Stimmen, Fotos oder Videos generiert werden, die denen von echten Menschen zum Verwechseln ähnlich sind. Auch kann die KI genutzt werden, um Personen des öffentlichen Interesses oder normale Bürger/-innen nachzuahmen und damit z. B. Videos mit Äußerungen zu generieren, die nicht von der Person selbst kommen, sondern zur Manipulation der öffentlichen Meinung eingesetzt werden können. Diese Videos werden als Deepfake bezeichnet.

Mensch oder Maschine: Wie erkennt man den Unterschied?

Einem Beitrag sieht man auf den ersten Blick nicht unbedingt an, ob er aus der Feder eines Menschen, dem Algorithmus eines Bots oder der KI entspringt. Es gibt allerdings eine Reihe von möglichen Indizien, die helfen können, einen Social Bot oder Deepfakes zu entlarven:

  • Finden sich auf dem Account “menschliche” Informationen, zum Beispiel Angaben zu Hobby, Beruf oder Beziehung?

  • Findet sich ein Klarname, den man googlen kann?

  • Ist der Account sehr neu?

  • Sind die Beiträge thematisch vielfältig oder konzentrieren sie sich nur auf ein Thema?

  • Wie schnell reagiert der Account auf andere Beiträge, zum Beispiel mit einem Retweet?

  • Wie häufig wird gepostet und zu welcher Tageszeit? Weren Beiträge zu jeder Tages- und Nachtzeit abgesetzt, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass dahinter kein Mensch steckt.
  • Kommt das Video der der Beitrag von der dort gezeigten Person des öffentlichen Lebens selbst oder ist er über einen anderen Account verbreitet worden?
  • Kann ich am Gesicht der Person weitere Merkmale erkennen, die mir seltsam vorkommen, wie z. B. verzerrte Ohrringe oder falscher Licht-/Schattenwurf im Gesicht?

Es etablieren sich zudem immer mehr Akteur/-innen im Netz, die sich bemühen, Social Bots zu entlarven und darüber zu informieren. Das Projekt Botswatch, seit Mai 2021 unter dem Namen Twincler agierend, will zum Beispiel für den Umgang mit Social Bots sensibilisieren und so für mehr Transparenz im Netz sorgen. Twincler definiert dabei einen Account als Bot, wenn mindestens 50 Tweets pro Tag veröffentlicht werden. Wenn darüber hinaus

Mehr zum Thema

  • Künstliche Intelligenz im Alltag: Wie erkenne ich sie?
  • Künstliche Intelligenz und Internetkriminalität
  • Die Wirkung von Social Bots auf politische Diskussionen in sozialen Netzwerken (bidt)
  • Bundesamt für Sicherheit in der Informationssicherheit (BSI): Social Bots und Chatbots
  • BSI: Deepfakes - Gefahren und Gegenmaßnahmen
  • Künstliche Intelligenz: Funktionsweise, Anwendungsgebiete und Risiken (VZ Bayern)

Der Freistaat Bayern stellt Ihnen auf dieser Website unabhängige, wissenschaftsbasierte Informationen zum Verbraucherschutz zur Verfügung.
Einzelfallbezogene Rechtsauskünfte und persönliche Beratung können wir leider nicht anbieten. Auch dürfen wir Firmen, die sich wettbewerbswidrig verhalten, nicht selbst abmahnen.
Sollten noch Fragen zu Ihrem konkreten Sachverhalt verbleiben, wenden Sie sich bitte an die unter Service genannten Anlaufstellen.

Stand: 16.12.2024
Autor: Andrea Estermeier - VerbraucherService Bayern
Kommentar zur Seite an Autor senden
Seite drucken

Ähnliche Artikel
  • Künstliche Intelligenz  im Alltag: Wie erkenne ich sie?
  • Influencer Marketing & Co: Neue Formen der Werbung in sozialen Medien
  • Urheberrechte im Internet: Was ist erlaubt, was ist verboten?
  • Google Street View, Apple Look Around und Co.: Wie man der Veröffentlichung von Fotos widersprechen kann
  • Soziale Netzwerke – Hilfreiche Links
  • Augen auf beim Software-Kauf – Risiken beim Zweitmarkt für Software-Lizenzen und Produktschlüssel
  • Was sind Social Bots?
  • RFID: Chancen und Risiken durch Funkwellenidentifikation
  • Geodatendienste
  • Gaming: Gefahren und Risiken für Kinder
  • Wearables, Fitness Tracker und Apps – Elektronische Gesundheitsdaten auf dem Prüfstand
  • Regelung des digitalen Nachlasses – Über den Umgang mit den Daten Verstorbener
  • Cloud Computing: Chancen und Risiken
  • Bildrechte in sozialen Medien
  • KI mit allgemeinem Verwendungszweck (GPAI)

Weitere Angebote

Bildung und Beratung

Link führt zum Wegweiser Verbraucherschutz

Melden von Verstößen

  • Abmahnung von Firmen, die sich rechts- oder wettbewerbswidrig verhalten
  • Anzeige strafrechtlich relevanter Tatbestände
  • Mängelanzeigen im Lebensmittelbereich
  • Mängelanzeigen bei Produkten

Beratung und Auskunft

  • Individuelle Fragen und persönliche Beratungen: Verbraucherverbände
  • Ernährungsberatung
  • Allgemeine Auskunft: Servicestelle
  • Portale der Bayerischen Staatsregierung

Verbraucherportal Bayern | Wir über uns | Datenschutz | Impressum | Kontakt | Barrierefreiheit | Barriere melden