Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Verbraucherschutz

Verbraucherbildung Bayern: In der Schule und ein Leben lang!

Verbraucherbildung will Alltags- und Gestaltungskompetenz vermitteln, um eine eigenverantwortliche und souveräne Lebensführung im Kontext der eigenen Ressourcen zu fördern.
Dabei sind Kompetenzen rund um's Thema Geld, Internet und Informationssuche besonders wichtig. Ob ein Preis gerechtfertigt ist, auf welche Konditionen beim Abschluss eines Kaufvertrags, einer Versicherung oder einer Geldanlage zu achten ist, wo Kostenfallen (nicht nur) im Internet, beim Tele-Marketing oder einer Gewinnmitteilung versteckt sind, wie ich meine Persönlichkeitsrechte und die anderer schützen kann, sind nur einige wenige Beispiele dafür, was zum "wirtschaftlichen Grundwissen" des "Verbrauchers" gehört.
Verbraucherbildung richtet sich an Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene gleichermaßen. Sie stützt sich auf wissenschaftsbasierte Information, Beratung und insbesondere qualitativ hochwertige Bildungsangebote für Schulen und außerschulische Bildungseinrichtungen – gebündelt zu finden auf dem Online-Portal Verbraucherbildung Bayern.

Verbraucherbildung in der Schule

Für den schulischen Bereich wurden gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus Richtlinien für die ökonomische Verbraucherbildung auf den Weg gebracht. Die Richtlinien wenden sich an alle Schularten und Jahrgangsstufen. Inhaltlich im Fokus stehen Markt-, Finanz- und Datenkompetenzen. Lehrer, Schüler und Eltern werden damit verstärkt für Alltagskompetenzen und Lebensökonomie sensibilisiert. Außerdem stehen die Vernetzung von Schule mit externen geeigneten und interessierten Partnern zum Beispiel aus der Verbraucher- und Schuldnerberatung im Vordergrund.
Die auf der Internetseite Verbraucherbildung Bayern gebündelten Unterrichtsmaterialien und Hintergrundinformationen geben Anregung für die Gestaltung des Unterrichts. Ein auf zwei Jahre angelegter Schulversuch (2010 - 2012), unterstützt durch das ISB (Staatsinstitut für Bildungsforschung und Schulqualität) wie auch ein spezifisches Fortbildungsangebot an der Bayerischen Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen machen nicht nur die Lehrkräfte fit für die neuen Bildungsinhalte über alle Schulfächer hinweg.
Aktuell unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz folgende Angebote in der schulischen und außerschulischen Kinder- und Jugendbildung:
•Bayerischer Landesausschuss für Hauswirtschaft (BayLAH),"Mit Wissen zum finanziellen "Kissen", ein bayernweites Projekt insbesondere für Ganztagesschulen
•Ökoprojekt Mobilspiel e.V.: "Handy-trendy - und wann klingelt es auch bei Dir?" Projekt an Münchner Mittelschulen

Außerschulische Verbraucherbildung

Um mehr Angebote zur Verbraucherbildung für Erwachsene zu schaffen, führen das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gemeinsam mit dem Bayerischen Volkshochschulverband e.V. das Projekt "Verbraucherbildung - ein Leben lang" durch. Kursleiterinnen und Kursleiter werden zu Verbrauchertrainern weitergebildet, die dann in den Volkshochschulen, aber auch bei anderen Bildungsträgern der Erwachsenenbildung Kurse und Einzelveranstaltungen anbieten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Bereichen Finanzen, Versicherungen, Internet und Datenkompetenz. Ziel ist es, qualifizierte Verbraucherschulungen für Bürgerinnen und Bürger aller Altersstufen und Lebenslagen bayernweit anzubieten.
Auf dem Portal Verbraucherbildung Bayern können Verbraucherinnen und Verbraucher, aber auch Veranstaltungsplaner nach passenden Vorträgen, Seminaren und Workshops vor Ort suchen. Neben den Kursen und Vorträgen der Trainer für Verbraucherbildung, sind Angebote der Verbraucherzentrale Bayern und des VerbraucherService Bayern sowie weiteren Partnern eingestellt.

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