Hängematten sind eine feine Sache; schnell aufgebaut dienen Sie der Entspannung und versprechen ein ungetrübtes Vergnügen. Insbesondere bei Leicht-Hängematten hat sich jedoch gezeigt, dass Kinder beim unbeaufsichtigten Spielen tödlichen Strangulationsgefahren ausgesetzt sein können.
Berücksichtigen Sie bitte beim Kauf und bei der Verwendung unsere Hinweise, damit Ihre Hängematten-Träume nicht zu Alpträumen werden.
Nicht im Vordergrund standen bei der Entwicklung und Konzeption dieses Beitrages Fragen der Couleur:
Wie vermeide ich das Herausfallen aus der Hängematte?
Zwar können in solchen Fällen durchaus auch Verstauchungen und Prellungen oder unerwünschte Schnappschüsse und Videoaufnahmen durch Zuschauer entstehen, viel wichtiger erschien uns jedoch die Darstellung der Gefahrensituation, wenn Kinder ohne Aufsicht mit der Hängematte umgehen.
In den USA wurde in der Vergangenheit über Unfälle berichtet, bei denen 12 Kinder im Alter von 5 bis 17 Jahren durch Strangulation ums Leben kamen.
In einem Fall konnte ein siebenjähriges Mädchen noch befreit werden, erlitt aber bleibende Gehirnschäden.
Diese Unfälle ereigneten sich beim Umgang mit sogenannten Leicht- oder Taschenhängematten aus einem dünnen Nylonnetz mit einem Gewicht von ca. 250 g. Ein Spreizstab, der die Schnüre zwischen dem Netzmittelteil und den Aufhängeringen an beiden Enden auseinandergehalten hätte, fehlte.
Durch das geringe Gewicht und das dünne Material klappte die Liegefläche seilartig zusammen, wickelte sich beim Spiel um den Hals der Kinder und strangulierte diese bis zur Erstickung.
Die Strangulations-Gefahr kann vermieden werden, wenn z.B.
Eine weitere Möglichkeit bei Leichthängematten besteht darin, das Netz bis zu den Aufhängeringen durchzuknoten. Damit wird allerdings die Neigung zum Zusammenklappen nicht vollständig ausgeschlossen, sondern nur verringert.
Obwohl solche Modelle mit mehr Sicherheit die Unfallgefahren deutlich reduzieren, sind sie jedoch keine Garantie dafür, dass nicht doch einmal etwas passiert. So kann z.B. nicht verhindert werden, dass Kinder beim unbeobachteten Spiel mit dem Kopf in die Schnüre zwischen Liegefläche und Aufhängeringen kommen.
Auch eine Spreizlatte kann nicht ausschließen, dass sich die Schnüre beim Herumturnen um den Hals wickeln. Bisher sind in diesem Zusammenhang noch keine Zwischenfälle bekannt geworden.
Vorsicht ist jedoch angesagt!.
Gegen einen Inverkehrbringer betroffener Leichthängematten mit einem Gewicht von ca. 250 g aus dünnen Nylonschnüren und ohne Spreizlatte wurde ein Verkaufsverbot erlassen. Von dem Verbot nicht betroffen sind bisher Hängematten, bei denen das Netz bis zu den Aufhängeringen durchgängig ist.
Falls Sie ein Exemplar der verbotenen Kategorie besitzen, empfiehlt es sich dringend, diese nicht mehr zu verwenden bzw. die Hängematte zu vernichten.
Bitte beachten Sie die folgenden Punkte beim Kauf und bei der Verwendung von Hängematten:
Hinweis: Beim Liegen in der Hängematte sollte der Rücken nicht zu stark gekrümmt sein. Das Liegen in der südamerikanischen Art - etwas quer zur Hängematte - ist viel entspannender und gesünder für den Rücken. Sie benötigen dazu jedoch eine breitere Hängematte.
Wer träumt nicht manchmal davon, unter Palmen in einer Hängematte liegend, von einer leichten Briese sacht hin und her schaukelnd sich zu entspannen....
Nun muss es nicht immer eine Palme sein; auch ein Apfelbaum genügt schon. Bei der Auswahl der Hängematte sollten Sie jedoch, insbesondere wenn Kinder die Hängematte mit benutzen, vorsichtig sein. Es sind schon Unfälle mit teilweise tödlichem Ausgang beobachtet worden!