Skiverleih
Keine Skibox- oder Skiträgermontage, kein Schleppen schwerer Skiausrüstungen, kein langer Nachmittag beim Skischuhkauf, kein jährlicher Bindungscheck, keine Skipflege ...
Mit dem Verzicht auf den Kauf einer Skiausrüstung können viele Vorteile verbunden sein. Doch ist die Miete einer Skiausrüstung auch wirtschaftlich, passt die Qualität ...?
In diesem Beitrag finden Sie
Unser Beitrag Skiverleih nimmt sich der wichtigsten Fragen an und versucht, Ihnen einen Überblick zu vermitteln, für wen der Ausrüstungsverleih in Frage kommt.
Qualitätsstandard
Nicht nur seitens des Gesetzgebers ist der Sicherheit im Skisport die höchste Priorität einzuräumen. Nicht grundlos versuchen Staat und Versicherungen die Unfallzahlen zu minimieren. Das Vermeiden persönlichen Leides, die Abwendung volkswirtschaftlicher Schäden und Ermöglichung eines optimalen Erlebnispotentials sind Ziele verschiedener Normen.
Neben der DIN ISO 11088 sichert vor allem die DIN ISO 13993 diese Qualitätsstandards ab.
Verleihumfang
Das Verleihangebot ist vielfältig und deckt in aller Regel die Ansprüche des Kunden ab. Es ist nicht nötig, eine komplette Skiausrüstung auszuleihen. Auch einzelne Ausrüstungsteile können individuell gemietet werden.
Beratung und Produktqualität
Analog zu einer Kaufberatung sollte auch im Skiverleih vorab ein Beratungsgespräch stattfinden, in dem vom Verleiher auf die individuellen Neigungen, Bedürfnisse und technischen sowie körperlichen Voraussetzungen des Kunden eingegangen werden muss. Dies ist erforderlich um sowohl den Sicherheitsanforderungen als auch dem Erlebniswert "Wintersport" Rechnung tragen zu können.
Gleichwohl ist es von Vorteil die Qualität der angebotenen Geräte in Augenschein zu nehmen. Objektiv ramponierte und verschlissene Ausrüstungsgegenstände zeugen nicht von einem akzeptablen Qualitätsstandard. Es muß allerdings gesagt werden, dass die meisten Skiverleihe über hochmoderne Präpariergeräte verfügen und diese auch anwenden. Dem Mieter stehen deshalb in aller Regel gut gepflegte Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf unsere Beiträge zum Thema "Ski alpin" (z. B. "Skipflege").
Bindungseinstellung und Sicherheitscheck
Sie sollten unbedingt darauf bestehen, dass Ihre Skibindung individuell auf Ihre persönlichen Bedürfnisse und Verhältnisse eingestellt wird. Dabei ist es unerheblich, ob Sie sich zu Ihrem eigenen Ski (mit Bindung) einen Schuh ausleihen oder zu Ihrem eigenen Schuh einen neuen Ski ausleihen; dies trifft natürlich auch auf die Komplettausleihe (Ski, Bindung und Schuh) zu.
Details zur Bindungseinstellung können Sie unserem Beitrag "Bindungseinstellung und Sicherheitscheck " entnehmen.
Zielgruppe
Anfänger, Gelegenheitsskifahrer und Skitester, dürfte wohl die klassische Klientel der Skiverleihbranche darstellen. Vielfahrer eher nicht.
Einsteiger
Haben Sie sich schon einmal ein Fitnessgerät gekauft und nach einiger Zeit feststellen müssen, dass es mehr oder weniger unbenützt im Hobbyraum sein Dasein fristet?
Nun dieses Problem können Sie umgehen, indem Sie anfangs eine Skiausrüstung ausleihen um herauszubekommen, ob Sie "dabei bleiben" möchten. Gerade bei sportlich "vorbelasteten" Einsteigern ist manchmal festzustellen, dass der Einsteigerski z.B. nach einem Skikurs den neuen Anforderungen nicht mehr gewachsen ist.
War anfangs der gemütliche Easy-Carver optimal geeignet, kann es nun durchaus vorkommen, dass der Ski nun z.B. dem höheren Tempo nicht mehr gewachsen ist. Folge kann eine deutliche Abnahme der Produktsicherheit sein, da er in diesen Bereichen evtl. nicht mehr sicher geführt werden kann. Stürze und Kollisionsunfälle sind zu befürchten.
Gelegenheitsskifahrer
Was für den Anfänger gilt, trifft selbstverständlich auch auf den Gelegenheitsskifahrer zu. Diesen "Skifahrertypen" zu charakterisieren ist nicht ohne Brisanz. Es lässt sich wahrscheinlich trefflich darüber streiten, ab wie vielen Skitagen in der Saison es sich für ihn lohnen könnte, über den Kauf einer eigenen Skiausrüstung nachzudenken.
Beispielrechnung
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Allroundski mit Bindung Kaufpreis: 400 Euro
Wochenmiete (6 Tage) 120 Euro
Unter Einbeziehung des erforderlichen Skiservice würde sich in diesem Fall der Kauf ab einer Jahresfahrleistung von 12 Skitagen in zwei Jahren amortisieren.
In diese Rechnung wurden Kosten für Transporteinrichtungen und Komfortfragen sowie häusliche Lagermöglichkeiten und Kosten für Skipflege nicht einbezogen.
Vielfahrer
Erfahrungsgemäß haben sich Vielfahrer auf die Produkte einer Skifirma eingeschworen und stehen häufig auch mit Sportgeschäften in Verbindung, die Skitests kostenlos anbieten. Deshalb ist nicht anzunehmen, dass diese Spezies von Skifahrern zum großen Kundenkreis der Skiverleihe gehören.
Ski-Tester
Ski-Tester möchten nicht die Katze im Sack kaufen und sich auch nicht ausschließlich auf die veröffentlichten Testberichte verlassen. Sie möchten sich ihr eigenes Urteil bilden.
Sie haben die Möglichkeit die aktuellsten Modelle in unterschiedlichen Längen auszuprobieren, ohne sich von vorne herein an ein bestimmtes Produkt zu binden.
Zusatzkriterien
Skischuhtest
Der Skischuh ist - gerade im Einsteigerbereich vielfach unterschätzt - mit die wichtigste Komponente im alpinen Skilauf. Dementsprechend bietet es sich an, den Skischuh vor dem Kauf zu testen, um sich unnötige Folgekosten und oft auch Schmerzen zu ersparen.
Wie nun die hygienischen Aspekte des Schuhtests zu bewerten sind, sollte den eigenen Ansprüchen vorbehalten sein.
Zeitfaktor
Es ist Karsamstag - Hochsaison - und Sie möchten sich im Verleihgeschäft etwas ausleihen; an Zeit und Geduld darf es jetzt nicht fehlen!
Beratungsqualität, Bindungseinstellung und Andrang dürfen nicht zu einem Verlust an Sicherheit, Komfort und Skispaß führen.
Kosten-Nutzenanalyse
Die Wertung und Bewertung aller relevanten Faktoren muss Ihnen vorbehalten bleiben, denn letztendlich obliegt es Ihnen, darüber zu entscheiden, ob und in welchem Umfang eine Ausleihe für Sie in Frage kommt.
Tipp:
Oft ist es möglich, die gefahrene Ausrüstung - an die Sie sich schon gewöhnt haben - vom Verleiher zu kaufen.