Der Erholungswert eines Wintersporturlaubs ist meist wesentlich höher als der eines klassischen Badeaufenthalts. Im wesentlichen ist dies wohl auf die heilklimatische Wirkung der Berge zurückzuführen.
sollen nur stellvertretend für viele andere gesundheitsfördernde Merkmale stehen.
Das gemeinsame Erleben in der Natur schafft Raum die familiären Bezugsebenen neu zu beleben und fördert die Bildung neuer sozialer Kontakte.
Richtig ausgeübt birgt Wintersport auch keinen Widerspruch im Hinblick auf den Umweltgedanken, zumal die Förderung des Umweltbewusstseins mittlerweile auch einen wesentlichen Bestandteil der Schulungsprogramme der Skischulen darstellt.
Wir möchten Ihnen mit diesem Artikel das gesamte Spektrum des Wintersportes näherbringen.
Derzeit üben in Deutschland etwa 4,5 Millionen Menschen den alpinen Skilauf aktiv aus; dazu kommen noch Snowboarder, Rodler, Langläufer und Schlittschuhläufer, Winterwanderer etc.
Von den aktiven Skifahrern verletzten sich in der Saison 2008/09 in der Bundesrepublik Deutschland nach Angaben der Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU) in Düsseldorf weniger als 50.000 Skifahrer so schwer, dass sie einen Arzt aufsuchen mussten. Allerdings mußten davon nur ca. 7000 stationär in Kliniken aufgenommen werden. Insgesamt sank die Zahl der verletzten Skifahrer nahezu kontinuierlich (siehe Grafik).
Es ist allgemein ein Rückgang der Gesamtverletzungszahlen festzustellen, insbesondere haben die Verletzungen im Kniebereich deutlich abgenommen.
Die Zahl der Kollisionsunfälle ist trotz frequentierterer Pisten ebenfalls rückläufig.
Erfreulich ist, dass in der vergangenen Saison bereits mehr als 50% der erwachsenen und über 90% der unter 15-jährigen Skifahrer einen Helm trugen.
Auch die Benutzung von Protektoren steigt augenscheinlich stetig an. (Abbildung: Rückenprotektor)
Die früher dominierenden Verletzungen im Unterschenkel- und Sprunggelenksbereich haben heute erfreulicherweise nur noch einen Anteil um 10%.
Dies liegt zum großen Teil an der Verbesserung der Ausrüstung.
Ständig versuchen Industrie und Handel mit neuen Produkten und Begriffen Marktpositionen auszubauen oder zu verbessern. Doch welche neuen Geräte sind für den Einzelnen geeignet, wie können Verletzungsrisiken minimiert werden?
Im Rahmen dieser Beitragsserie wollen wir Antworten auf diese Fragen geben. Wenn Sie noch weitere Informationen benötigen, laden wir Sie dazu ein, die Kommentarfunktion am Ende des Beitrages zu nutzen.
Zwar unterscheidet sich eine Kinderskiausrüstung nicht gravierend von der eines Erwachsenen, immerhin jedoch so stark, dass wir für Sie diese Aspekte in einem separaten Beitrag Kinderskiausrüstung zusammengestellt haben.
Eine Funktionseinheit besteht aus Schuh, Bindung, Fangeinrichtung und Ski (teils mit Standerhöhungen) und muss individuell passend ausgewählt und eingestellt werden.
Dringend empfehlen wir Ihnen einen jährlicher Check der Funktionseinheit im Sportfachgeschäft. Hier werden diese Komponenten auf ihre Funktionstauglichkeit untersucht und auf Ihre individuellen körperlichen Gegebenheiten eingestellt.
Tipp: Ein gutes Sportgeschäft wird Wert darauf legen, die Bindungseinstellung mit beiden Skischuhen durchzuführen, da sich die Skischuhsohlen in der Regel unterschiedlich abnutzen.
Anders als vielleicht gedacht, empfiehlt es sich, als erstes den Skischuh auszuwählen. Leider ist der Erwerb eines Alpin-Skischuhs nicht mit dem eines Straßenschuhes zu vergleichen; es sind mancherlei Besonderheiten zu beachten:
Als nächstes sollten Sie eine zu Ihrem Skischuh passende Bindung nebst Fangeinrichtung auswählen. Die modernen Bindungssysteme tragen nicht nur wesentlich zur Erhöhung des Fahrspaßes bei, sondern verbessern due aktive Sicherheit maßgeblich:
Diese zentrale Position haben wir für Sie im Rahmen des Beitrages
herausgearbeitet.
Der Ski - als dritte Komponente der alpinen Funktionseinheit - steht in verschiedensten Variationen zur Auswahl. Sie ist so vielfältig, dass wir die relevanten Fragen in mehreren Beiträgen aufbereitet haben:
Nun trifft man zweifellos so manchen Skifahrer auch ohne Stöcke auf der Piste an. In den meisten Fällen handelt es sich hier jedoch um Spielformen und Varianten des alpinen Skilaufs. Nicht nur aus sicherheitstechnischen Gründen sollten Sie einen Skistock in der für Sie richtigen Länge auswählen.
Die dafür erforderlichen Kriterien haben wird in den Artikeln:
zusammengefasst.
Ihre Wintersport-Geräte sind ständig wechselnden, extremen Belastungen ausgesetzt und bedürfen einer regelmäßigen Pflege und Überprüfung.
Welche Fragen sich in diesem Zusammenhang stellen, damit der Fahrspaß und die Sicherheit nicht zu kurz kommen, haben wir in dem Bereich
eingestellt.
Wie schon erwähnt können viele typische Ski- bzw. Sportverletzungen durch eine entsprechende Ausrüstung ganz oder teilweise ausgeschlossen werden.
Darüber hinaus kann die Verletzungsgefahr durch eine ausreichende Fitness verringert werden. Es lässt sich immer wieder feststellen, dass gerade in den frühen Vormittags- und späten Nachmittagsstunden die Verletzungshäufigkeit am höchsten ist.
Dies ist meist auf einen mangelnden Trainingszustand zurückzuführen.
Das Risiko von Verletzungen z. B. im Kniebereich (Anteil 33,5%) können Sie nach den neuesten Forschungsergebnissen der Arbeitsgruppe "Orthopädische Biomechanik" erheblich reduzieren, wenn Sie neben der
Ein längerfristiges Trainingsprogramm ist deshalb sinnvoll. Dies gilt nicht nur für Sportler in mittleren bis jungen Jahren. Insbesondere ältere oder vorbelastete Wintersportler sollten in jedem Fall regelmäßig trainieren.
Hinweis: Vergessen Sie vor dem Sport nie das Aufwärmen!
Weiterführende Informationen:
Anleitungen zum Trainingsaufbau u. ä. erfahren Sie in den Merkblättern zur "Unfallverhütung im alpinen Skisport " der ARAG-Sportversicherung.
Wie auch im Straßenverkehr hat die Beachtung von Verhaltensregeln auch auf der Piste eine präventive Wirkung.
Die Stiftung Sicherheit im Skisport des Deutschen Skiverbands (DSV) hat Regeln und Tipps für das Verhalten auf der Piste und an den Skiliften zusammengestellt. Sie finden hier z.B. Ratschläge für Schleppliftfahrer, für Sesselliftfahrer, zum Verhalten gegenüber Pistenraupen, Gesundheitsregeln für Skifahrer und FIS Verhaltensregeln für Skifahrer, für Skilangläufer und Umweltregeln für Skisportler und Snowboarder.
Die FIS-Regeln haben im übrigen nicht nur einen informativen Charakter, sondern sind u. a. auch Basis für juristische Auseinandersetzung vor Gericht.
Wir danken dem DSV für die Zurverfügungstellung der Grafiken: