Skibindung
Moderne Skibindungen sind heutzutage High-tech-Instrumente, die nichts mehr mit den Leder- und Seilzugbindungen vergangener Zeiten gemein haben. Sie haben maßgeblich zum Siegeszug des Skilaufs beigetragen und haben einen wesentlichen Anteil am Rückgang schwerer skitypischer Verletzungen (Knieverletzungen, Spiralbrüche etc.).
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Sinn und Zweck einer Skibindung
Die Skibindung ist die Nahtstelle zwischen den Funktionseinheiten Mensch/Skischuh und dem Ski. Eine Skibindung erlaubt innerhalb definierter Grenzen eine Kraftübertragung auf den Ski, die dem Steuern also dem Lenken des Skis dient.
Jedoch nur eine einwandfrei funktionierende Bindung stellt dies sicher und verhindert dadurch Verletzungen.
Funktionsweise
Moderne Skibindungen sind als so genannte Step-In-Bindungen ausgelegt. Der Skifahrer steigt mit dem Skischuh in die Bindung (Step) und fixiert damit den Schuh.
Unter anderem durch ein System von Rollen, Federn, Haken und Platten wird der Skischuh von den Bindungselementen
- Frontautomat
- Fersenautomat
auf dem Ski fixiert.
Bindungstypen
Im wesentlichen decken alle Bindungshersteller mit Ihren Produkten die üblicherweise auftretenden Sturzszenarien ab.
Manche Hersteller bieten bereits Frontautomaten an, die bei eher seltenen Rückwärts-Drehstürzen auslösen. Der Fersenautomat löst bei Vorwärtsstürzen aus.
Eine Abwandlung des Fersenautomaten ist der so genannte Rotomat, der auf einem Drehteller aufgesetzt ist und den Vorteil bietet, bei Drehstürzen jeglicher Art, den Frontautomaten dahingehend zu unterstützen, indem er durch eine gegenläufige Diagonalbewegung mit auslöst.
Preislich definieren sich Bindungen durch ihre Aktualität, den oben angesprochenen Grundfunktionen, durch besonders leichte Bauweisen und Zusatzfunktionalitäten.
Während die Vorzüge einer leichten Bindungsbauweise - durch die dadurch entstehende Krafteinsparung - mehr oder weniger auf der Hand liegen, verdienen es die Zusatzfunktionalitäten genauer unter die Lupe genommen zu werden.


Unterbrechung der Biegelinie (oben)
Eine klassische Bindung versteift den Ski im Bindungsbereich, weil hier der Skischuh von der Bindung gehalten wird. Die natürliche Biegelinie (jeder Ski biegt sich unter einem bestimmten Druck im Verlauf einer genau definierten Linie durch) wird dadurch unterbrochen und die Fahreigenschaften des Skis entsprechend verändert.


Einige Bindungstypen sind bautechnisch in der Lage - über ein System von flexiblen Gleitplatten, Schienen und Befestigungssystemen (z.B. Standerhöhungen) - diese Versteifung im Bindungsbereich zu verhindern; die Fahreigenschaften des Skis werden nicht verändert.
Ein wesentliches Funktionselement im Zusammenhang mit der Bindung ist wie schon angesprochen der Skischuh.
Skischuh
Bei neuen oder unbeschädigten Schuhen kann mit jeder am Markt angebotenen Bindung eine sichere Funktionseinheit zusammengestellt werden.
Ist Ihr Schuh jedoch im Spitzen - oder Absatzbereich beschädigt, ist die Auslösesicherheit der Bindung nicht mehr gewährleistet.
In jedem Fall muss die Bindung vom Fachhändler individuell eingestellt werden (siehe auch Bindungseinstellung).
Gebrauchte Bindungen
Beschädigungen (z.B. gebrochene Skalenfester) oder Verschleißerscheinungen (z.B. ausgeschlagene Führungen, Öffnungs- und Schließelemente) können die Funktionstauglichkeit der Bindung erheblich einschränken.
Skitransport
Durch Streusalz und Straßenstaub entstehen Korrosionsschäden, die schon nach kurzer Zeit zur Untauglichkeit der Bindung führen können.
Transportieren Sie daher Ihre Ski nicht offen, verwenden Sie Skisäcke oder wenigstens Bindungsgamaschen; beim Transport im Auto oder in einer Skibox (Jetbag) kann darauf verzichtet werden.
Skibremsen
Bindungen haben im Regelfall integrierte Skibremsen.
Achten Sie darauf, dass der Bremsmechanismus immer funktionsfähig d.h. beweglich ist. Sollten Bremsflügel gebrochen oder verbogen sein, ist dies nicht mehr der Fall.
Beachten Sie bitte: Wird jemand durch Ihren freilaufenden Ski verletzt, tragen Sie die Verantwortung für Unfälle oder Folgeschäden .
Zum Schutz Dritter sind auch Fangriemen zulässig. Das eigene Verletzungsrisiko steigt mit Fangriemen allerdings erheblich an (Propellereffekt).
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