Bayerisches Staatsministerium der
Justiz und für Verbraucherschutz

Inhalationsgeräte bei Atemwegserkrankungen

Schwere Atemwegserkrankungen sind lt. Medizinern auf dem Vormarsch. Besonders bei Kindern nehmen Asthmaerkrankungen zu.

Um den betroffenen Personengruppen Linderung ihrer Krankheitsbeschwerden zu verschaffen, bieten viele Hersteller Inhalationsgeräte an, mit deren Hilfe Aerosole ( fein verteilte Tröpfchen in der Luft ) vom Patienten eingeatmet werden können.

Wirkungsweise

Die Atemluft des Patienten wird mit Medikamenten angereichert; diese Zusätze sorgen für einen Rückgang der Atembeschwerden, da die wirksamen Substanzen direkt in das Zielorgan, die Lunge, transportiert werden und dort in relativ schwacher Dosierung ihre Wirkung entfalten können.

Durch die feine Verteilung des Wirkstoffs in der Atemluft lassen sich die Medikamentendosen stark reduzieren.

Um eine gute Wirkung zu entfachen, müssen die Vernebler ein Aerosolspektrum mit möglichst 3-5µm kleinen Tröpfchen erzeugen; bei Kindern soll dieser Wert sogar bei 2µm liegen (1µm ist ein tausendstel Millimeter).

Die Vernebelung geschieht bei den angebotenen Geräten entweder über Druckluft mittels Kompressor, was häufig zu störenden Nebengeräuschen führt, oder aber durch Ultraschall. 

Problemsituation

Leider stellt sich allzu oft heraus, dass viele der angebotenen Inhalationsgeräte die hohen Erwartungen, die der Patient in sie setzt, nicht erfüllen können.

Etliche auf dem Markt befindlichen Geräte schaffen es nicht, in einem angemessenen Zeitraum eine ausreichende Medikamentendosis in lungengängiger Form aufzubereiten, da die Vernebelungsleistung der Inhalationsgeräte zu gering ist.

Die Verwendung derartiger Geräte ist nicht zielführend. Kommt das Medikament nicht oder nicht vollständig in die Lunge, kann es seine Wirkung nicht entfalten, es muss höher dosiert werden oder ein wirksameres Medikament ist einzusetzen.

Außerordentlich wichtig ist auch, dass möglichst wenig Restmenge im Inhalationsgerät verbleibt, da sonst viel Wirkstoff vergeudet wird und der Patient weniger von der Anwendung profitiert. 

Gerätepflege

Der wichtigste Punkt in der Handhabung des Inhalationsgerätes ist die Hygiene und Pflege des Geräts. Die wasserführenden Teile des Inhalationsgerätes müssen nach jeder Anwendung sorgfältig gereinigt, ausgekocht und getrocknet werden, sonst droht eine Verkeimung, die unter Umständen zu einer Infektion des Anwenders führen kann. Studieren Sie bitte die Herstellerinformationen sorgfältig.

Die Gefahr der Keimvermehrung in unsauberen Leitungen darf nicht aus den Augen gelassen werden! 

Tipp

Es ist anzuraten, bei der Anschaffung eines Inhalationsgerätes auf eine fachkundige Beratung durch geschultes Personal großen Wert zu legen, da es sich hierbei um komplexe Geräte handelt, deren fehlerhafte Bedienung Gesundheitsgefahren in sich birgt.

Überprüfen Sie vor Ort im Geschäft die Leistungskennwerte des Gerätes!