Klack - Klack!! Wenn dies die einzigen Geräusche sind, die Ihr Anlasser von sich gibt, steht zu vermuten, dass die Autobatterie entleert ist! Was nun?
Ganz klar: Entweder "Überbrücken" und/oder Batterie "Aufladen"!
Vorsicht: Die Explosion der Batterie und Verätzungen können die Folge eines fehlerhaften Umgangs mit der Auto-Batterie sein!
Immer wieder kommt es beim Hantieren mit Autobatterien zu Unfällen.
Bei diesen handelt es sich meistens um die Explosion von Batterien und den daraus resultierenden Verätzungen durch verspritzende Batteriesäure.
Dieser Beitrag möchte Hinweise zum allgemeinen Verständnis geben, sowie
durch die Empfehlung geeigneter Schutzmaßnahmen entgegenwirken.
Bei den handelsüblichen Batterien handelt es sich i.d.R. um säuregefüllte Blei-Akkumulatoren. Beim Ladevorgang entsteht häufig Knallgas das ab einer kritischen Konzentration stark explosibel ist.
Autobatterien müssen sehr hohe Ströme leiten. Dies ist vor allem beim Starten im Winter erforderlich. Fällt die Batterie aus, legen viele Autofahrer selbst Hand an, um die Batterie auszubauen und neu aufzuladen.
Beim Hantieren mit Schraubenschlüsseln zum Lösen der Batterieanschlüsse kann es jedoch zu schweren Unfällen kommen, wenn zuerst der Anschluss am Pluspol (+) abgeschraubt wird und es zum Beispiel über den Ehering des Monteurs zu einer Verbindung zwischen dem Schraubenschlüssel und der Fahrzeugkarosserie kommt.
In diesem Fall fließt ein Kurzschlussstrom bis zu mehreren Hundert Ampere durch den Ring und heizt diesen unter Umständen auf sehr hohe Temperaturen auf, was zu schweren Verbrennungen bis zum Verlust des Fingers führen kann. Das gleiche kann geschehen, wenn man die Plusleitung anschließt, während der Minuspol (-) schon angeschlossen ist.
Auto-Batterien (Blei-Akku!) sind sehr schwer!
Immer auf einen sicheren Griff achten, damit die Batterie nicht herunterfallen kann. Größere Batterien besitzen Trageschlaufen oder -griffe. Wenn Sie die Batterie über größere Entfernungen tragen müssen, sollten Sie einen geeigneten Behälter, Wagen oder eine Karre verwenden. Bei schweren Batterien mit Tragevorrichtung sollten Sie eine zweite Person um Mithilfe bitten.
Wichtig: Batterie sanft abstellen!
Wenn möglich, sollte die Batterie zum Laden gar nicht ausgebaut, sondern im Fahrzeug in der Garage geladen werden.
So vermeiden Sie Funken in unmittelbarer Umgebung der Batterie.
Batterie bei guter Lüftung der Batterie-Umgebung (z.B. offene Motorhaube) nachgasen lassen; schließen Sie erst dann das Minuskabel wieder an.
Beachten Sie bitte analog die Einbau-Hinweise unten.
Nicht geeignet ist dieses Verfahren im Freien, wenn elektrische Kabel und Ladegerät unter Umständen dem Regen oder anderen schädlichen Umgebungsbedingungen ausgesetzt sein können.
In schlecht gelüfteten Räumen kann sich, vor allem beim Laden mehrerer Batterien mit hohen Stromstärken (Ladestationen) so viel Knallgas bilden, dass das Gas-Gemisch im Raum gezündet werden kann.
Solche Explosionen können zu schweren Verletzungen bei anwesenden Personen führen, unter Umständen auch zu Zerstörungen am Gebäude. In Werkstätten muss dies durch gute Lüftung der Ladestationen verhindert werden.
Bei der beschriebenen Knallgas-Explosion kann das Batteriegehäuse aufreißen und Säure herausgeschleudert werden. Die Schwefelsäure führt zu Verätzungen, wenn sie nicht sofort mit viel Wasser abgewaschen wird. Besonders wichtig ist das intensive Spülen mit sehr viel Wasser (15 Minuten unter fließendem Wasser), wenn Säure ins Auge gelangt ist.
Anschließend in jedem Fall zum Arzt!
In der Regel wird die Batterie nach dem Aufladen wieder in das Kfz eingebaut werden sollen; beachten Sie bitte analog die Ausbau-Hinweise um Unfälle zu vermeiden!
Denken Sie daran, dass trotz eines ordnungsgemäßen Einbaus durchaus noch weitere Gefahrenquellen vorhanden sind.
Sind beim Einbau bereits Verbraucher (z.B. Radio etc.) eingeschaltet, so können beim Anschließen der Batterie auch kräftige Funken überspringen, die beim Aufladen der Batterie möglicherweise entstandenes Knallgas zünden können
Häufiger als durch die beschriebenen Explosionen dürfte es durch mechanische Schäden an der Batterie zum Auslaufen von Säure kommen. In diesen Fällen wird die Säure meist nicht heraus geschleudert; das Austreten fällt oft erst nach einiger Zeit auf.
In der Folge ist ein Verschleppen der "Batteriesäure" über die Finger ins Gesicht oder ins Auge möglich; es drohen Verätzungen!
In diesen Fällen sind die oben genannten Maßnahmen erforderlich (Spülen mit viel Wasser; Kontrolle durch einen Arzt).
Schutzbrille und Schutzhandschuhe, evtl. Schürze tragen!
Das Arbeiten an der Autobatterie sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Bei Unsicherheiten nehmen Sie besser die Hilfe einer Fachwerkstatt in Anspruch!