Kinder sind keine Erwachsenen; sie haben spezielle Bedürfnisse, auch bei schlechtem Wetter. Sie wollen nicht im Regen stehen und brauchen einen Kinderschirm. Doch hier lauert so manche Gefahr.
Viele Kinderschirme besitzen an den Speichenenden leicht zu entfernende Schutzkappen.
Die nun frei liegenden Spitzen der Metallspeichen besitzen jedoch scharfe Kanten (vergleiche nebenstehendes Bild)!
Da die Speichen im Regelfall einen kleineren Durchmesser als 2 mm und an den Enden nicht abgerundet sind, besteht die Gefahr von Augen-, Stich- und Kratzverletzungen. Besonders davon betroffen sind die so genannten "Automatik-Schirme".
Aufgrund der beschriebenen Gefahren überprüfte die Gewerbeaufsicht gezielt die Kinderschirme. Diese Kontrollmaßnahmen fanden vorwiegend in Kaufhäusern, Textilgeschäften, Kaufhausketten und Discount Läden statt.
Dabei wurden Kinderschirme der verschiedensten Hersteller und Preiskategorien untersucht. Leider fanden sich einige Kinderschirme bei denen die Schutzkappen gar nicht oder nur ganz leicht befestigt waren.
Diese Schirme wurden sofort aus dem Verkehr gezogen!
Da es sich jedoch nicht um eine flächendeckende Maßnahme handelte, wird empfohlen, beim Kauf gezielt nachzuforschen.
Achten Sie beim Kauf von Kinderregenschirmen darauf, dass die Schutzkappen an den Enden der Speichen gut befestigt sind (Abzugskraft: 60 N).
Sichere Anzeichen für eine ausreichende Festigkeit sind mit dem Schirmstoff vernähte und gleichzeitig mit den Speichen verklebte bzw. mechanisch aufgepresste Schutzkappen.
Achten Sie auch drauf, dass der Stoff der Kinderregenschirme bereits im zusammengeklappten Zustand straff gespannt ist. Dadurch wird das Abstreifen der Schutzkappen erschwert.
Überprüfen Sie auch die schon in Ihrem Besitz befindlichen Schirme!
Übrigens: Nicht nur Kinder verletzen sich an offen liegenden Speichen-Enden. Die oben genannten Gefahren und Hinweise lassen auch auf "Erwachsenen-Schirme" übertragen.