Bayerisches Staatsministerium der
Justiz und für Verbraucherschutz

Schlüsselbänder und Halsketten - eine tödliche Gefahr für Kinder

Von:
Uwe Scheibner - Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
Dipl.-Ing. (FH) Gunter Schmidt - Regierung von Mittelfranken - Gewerbeaufsicht

Ketten und Schlüsselbänder sind für Kinder auf dem Spielplatz eine tödliche Gefahr!
Immer wieder passieren Unfälle, weil die Kinder mit Kordeln, Schlüsselbändern oder ähnlichem am Spielgerät hängen geblieben sind.

Unfallgefahr auf dem Kinderspielplatz

Es besteht die Gefahr, dass sich die Halskette bzw. das Schlüsselband an einem abstehenden Teil oder in einer Einzugsstelle (Ritze, Spalte o. ä.) eines Spielgerätes verhängt. Dies wird jedoch oft vom Kind nicht wahrgenommen. Es kommt zu einem Unfall; im schlimmsten Fall wird das Kind stranguliert.

Für Kordeln im Halsbereich gilt das gleiche. Der Fahrradhelm muss wegen der Strangulationsgefahr auf dem Spielplatz ebenfalls abgenommen werden. Auch Ohrringe können zu schmerzhaften Verletzungen der Ohrläppchen führen! 

Maßnahmen

  • Am Verschluss von Ketten und Schlüsselbändern darf niemals manipuliert werden!
    Das heißt, der Verschluss darf auf keinen Fall verknotet werden, da sonst das Öffnen der Kette im Gefahrenfall verhindert wird.
  • Eltern sollten darauf achten, dass Schlüsselbänder, Brustbeutel oder auch Halsketten vor dem Spielen auf dem Spielplatz abgelegt und sicher verwahrt werden!

Verbrauchertipp

  • Beim Kauf von Halsschmuck und Schlüsselbändern darauf achten, dass der Verschluss sich leicht löst.
  • Den Schlüsselanhänger immer unter der Kleidung verstecken, falls er beim Spielen nicht abgenommen werden kann.
  • Viele Schulranzen bieten ein separates Fach für den Haustürschlüssel an.