Verbraucher sollten Zimt nur sparsam verwenden und zimthaltige Lebensmittel wie z.B. Zimtsterne nur maßvoll verzehren.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat das gesundheitliche Risiko, das von Cumarin in zimthaltigen Lebensmitteln ausgehen kann, bewertet. In dem dazu veröffentlichten BfR-Gutachten heißt es: "Verbraucher sollten beim Verzehr von Zimt zurückhaltend sein. Insbesondere Kleinkinder sollten Zimtgebäck deshalb in der Vorweihnachtszeit nur in Maßen verzehren."
Legt man die dem BfR Anfang Oktober 2006 vorliegenden Cumaringehalte von Zimtgebäck zugrunde, kann die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge für Kleinkinder zum Beispiel schon durch wenige Zimtsterne ausgeschöpft sein, wenn diese die höchsten gemessenen Gehalte an Cumarin enthalten.
Weitere Fragen und Antworten zu Cumarin in Zimt und anderen Lebensmitteln können auf den Internetseiten des BfR eingesehen werden (s. Mehr zum Thema).
Auf dieser Grundlage haben sich Länder und Bund auf Verzehrsempfehlungen verständigt. Die Kriterien wurden von Niedersachsen erarbeitet und vom BfR am 18.10.06 bestätigt.
Bei Einhalten dieser Empfehlungen bestehen keine gesundheitlichen Bedenken.
Kinder können pro Tag verzehren:
Erwachsene können pro Tag verzehren:
Bayerische Lebensmittelkontrolleure haben Proben verschiedener zimthaltiger Lebensmittel im Handel genommen, die derzeit am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersucht werden. Sollten dabei Cumarin-Werte festgestellt werden, bei denen eine Gesundheitsgefährdung anzunehmen ist, werden diese Lebensmittel unverzüglich vom Markt genommen und die Verbraucher informiert. Die Bewertung der Gesundheitsschädlichkeit wird dabei am Schutzbedürfnis der Kinder ausgerichtet.
Bund und Länder haben Kontakt zu den Wirtschaftsunternehmen aufgenommen, die Zimt verarbeiten, um zeitnah auf eine deutliche Minimierung von Cumarin in Lebensmitteln hinzuwirken.
Der üblicherweise im Handel befindliche Zimt (Cassia-Zimt) enthält Cumarin, einen natürlichen Aromastoff, der in vielen Pflanzen vorhanden ist. Aufgenommen wird das meiste Cumarin durch den direkten Verzehr von Zimt und zimthaltigen Lebensmitteln. Laut BfR kann zu viel Cumarin bei empfindlichen Menschen zu Leberschäden führen. Die Leber kann sich aber regenerieren, wenn kein Cumarin mehr verzehrt wird.
Cumarinarm ist hingegen Ceylon-Zimt. Dieser hat zwar einen sehr geringen Marktanteil, ist aber z.B. über Apotheken erhältlich.
Als Zimt wird die abgeschälte und getrocknete Rinde dünner Zweige des in den Tropen heimischen immergrünen Echten Zimtbaumes bezeichnet. In der Gattung der Zimtbäume gibt es 275 Arten, von denen mindestens fünf ebenfalls zur Zimtgewinnung herangezogen werden. Der beste Zimt ist allerdings der Ceylon-Zimt, der vom Echten Zimtbaum stammt.
Ebenfalls häufig verwendet wird in Asien Kassia-Zimt oder chinesischer Zimt, der vom Chinesischen Zimtbaum (C. aromaticum = C. cassia), der in Südchina beheimatet ist, gewonnen wird. Zimt wird in China seit mindestens 4400 Jahren verwendet, möglicherweise auch schon seit 6000 Jahren. Die Ägypter kannten und verwendeten den Zimt schon 1600 v.Chr. als Gewürz und Heilmittel.
Zur Zimtgewinnung werden von den in Kulturen (den so genannten Zimtgärten, die den hier bekannten Korbweidenkulturen ähnlich sind) gehaltenen Zimtbäumen nach 1-2 Jahren die bis zwei Meter langen Schößlinge abgeschnitten. Ihnen wird die Rinde abgezogen und gebündelt unter Matten für 1-2 Tage fermentiert. Anschließend werden die äußere und innere Rindenschicht entfernt und die verbleibende, gereinigte Rinde an der Sonne getrocknet. Dabei entsteht die charakteristische Form. Mehrere dieser Stücke werden ineinander geschoben und bilden nun die Zimtstange. Die beste Qualität sieht hell aus und macht den Eindruck von aufgerolltem, trockenen Papier, denn je dünner die Rindenstücke, desto feiner ist der Geschmack. [aus: www.wuerzkraut.de/inhalt/zimt.htm]