Bei grünem Tee, Früchte- und Kräutertees ist das Angebot vielfältig. Manchen Tees wird eine heilende Wirkung zugesprochen, andere trinkt man vor allem wegen des angenehmen Aromas. Außerdem wird Tee mit Entspannung und Ruhe verbunden.
Absolut im Trend sind Mischungen wie Fenchel mit Anis und Limone oder Hopfen kombiniert mit Melisse. Auch aromatisierter grüner Tee beispielsweise mit Vanille, Zitrone oder Ingwer wird gerne gekauft. Dabei gewinnt der Wellness- und Lifestyle-Aspekt von Tee immer mehr an Bedeutung. Tee leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Flüssigkeitsversorgung und bietet einiges für die Gesundheit.
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Grüner Tee besteht aus nicht fermentierten, getrockneten Blättern der Pflanze Camellia sinensis. Ob Tee schwarz ist oder grün, hängt nicht von der Sorte ab, sondern von der Art der Verarbeitung. Fermentiert heißt, die Blätter werden gepresst, dabei brechen die Zellwände der Blätter auf und Zellsaft tritt aus. Sobald dieser mit Luft in Berührung kommt setzt die Fermentation ein. Diese entzieht den Blättern Bitterstoffe und macht sie haltbar. Gleichzeitig verändern sie ihre Farbe und werden dunkelbraun bis schwarz.
Für grünen Tee werden die Teeblätter vor dem Trocknen mit Heißdampf behandelt, dadurch behalten sie ihre olivgrüne Farbe.
Die Aufgüsse sind in der Tasse sehr hell. Grüner Tee enthält mehr Gerbstoffe als der schwarze Tee und schmeckt dadurch herber.
Bekannt sind die Tees aus China, Japan und Taiwan.
Weißer Tee
Er stammt von der gleichen Pflanze wie grüner oder schwarzer Tee. Die Knospen und Blätter sind jedoch nur geringfügig fermentiert und damit weniger weit verarbeitet als die anderen Teetypen.
Früchte und Kräutertees sind Naturprodukte aus getrockneten Pflanzenteilen. Sie enthalten im Unterschied zu „echtem“ Tee kein Koffein. Grundsätzlich dürfen alle Pflanzenteile verarbeitet werden.
Seit mit dem Ende der Apartheid die Handelsbeziehungen mit Südafrika wachsen, macht er auch in Europa Karriere, der Rooibos ("roter Busch"), das dortige Nationalgetränk. Der Tee wird aus den Blüten und Blättern des südafrikanischen Strauches Aspalathus linearis gewonnen. Der Teebusch wächst auf den heimischen Böden von jeher wild. Er schmeckt mild und ist auch für Kinder gut geeignet.
Tee wird entweder überwiegend lose, aber auch in Teebeuteln oder als schnelllösliches Pulver angeboten.
Bio-Tees liegen bei über 5 Prozent Marktanteil, aber auch fair gehandelte Sorten sind beliebt. Bei Bio-Kräuter-Tees stammen die Rohstoffe entweder aus biologischem Anbau oder aus Wildsammlung.
Viele Teetrinker schätzen die Patina, die sich ergibt, wenn Teekanne oder Tasse nur mit klarem Wasser gespült werden. Der Geschmack soll dadurch verstärkt werden. Spülen sollte man aber spätestens beim Sortenwechsel, sonst vermischen sich die Geschmäcker.
Die Zubereitung von grünem Tee und von Kräutertee unterscheidet sich vor allem durch die Temperatur des Wassers.

Bildquelle: Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V.
Die Dosierung
Sparsam dosieren, 3-4 Teelöffel pro Liter reichen.
Wasser kochen
grüner Tee kann je nach Vorliebe mit leicht abgekühltem (65 bis 75 Grad Celsius) oder mit kochendem Wasser aufgebrüht werden.
Tee ziehen lassen
Ein anregender, wohl schmeckender Tee zieht höchstens dreieinhalb Minuten. Länger gezogener Tee beruhigt, doch der Geschmack leidet unter den bitteren Gerbstoffen
Die Dosierung
Für ein bis zwei Tassen reichen normalerweise ein bis zwei Teelöffel bzw. ein bis zwei Teebeutel. Auf der Verpackung finden sich meistens ebenfalls Hinweise auf die richtige Menge. Generell gilt: Je mehr Tee, desto intensiver der Geschmack. Aber: Der individuelle Geschmack entscheidet.
Wasser kochen
Mindestens ebenso wichtig wie die Qualität des Kräuter- und Früchtetees selbst ist die Qualität des Wassers. Abgestandenes oder zu lange gekochtes Wasser verleiht dem Aufguss einen faden Geschmack.
Am besten: frisches, möglichst kalkarmes Wasser verwenden.
Das Wasser sprudelnd aufkochen und sofort aufgießen.
Tee ziehen lassen
Kräuter- oder Früchtetee sollte je nach Sorte zwischen 5 und 10 Minuten ziehen. Am besten ist es, den Tee in einer vorgewärmten Kanne ziehen zu lassen und zwischendurch mehrfach umzurühren. Frisch zubereitet schmeckt er am besten.
Hagebuttentee lässt man so lange ziehen, bis sich die gewünschte Intensität ergibt.
Für Kräutertees – ob lose oder als Teebeutel – gilt, dass diese unbedingt mit sprudelndem, kochendem Wasser übergossen werden müssen und die angegebene Ziehdauer eingehalten werden sollte. In Kräuterteemischungen können in seltenen Fällen Keime, wie zum Beispiel Salmonellen, enthalten sein, die durch ausreichendes Erhitzen abgetötet werden. Bei falscher Zubereitung können diese zu einem Gesundheitsrisiko werden, insbesondere für Kinder.
Von Kräuterteeaufgüssen mit 80-85°C temperiertem Wasser aus Heißwasserspendern rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) deshalb in seiner Bewertung von Heißwasserspendern für Kräuterteeaufgüsse ab.
Ebenso sollte aufgegossener Kräutertee nicht über mehrere Stunden stehen gelassen werden. Durch das kochende Wasser werden zwar die Keime abgetötet, im Tee vorhandene Sporen jedoch nicht. Diese können im warmen Wasser auskeimen.

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Neuesten und zahlreichen Studienergebnissen zufolge werden Schwarzer und grüner Tee nicht mehr als Flüssigkeitsräuber bezeichnet. In der Flüssigkeitsbilanz können Schwarz- und Grüntee wie jedes andere Getränk mitgezählt werden.
Teetrinker schätzen die anregende und beruhigende Wirkung des Aufgusses. Das im Tee enthaltene Koffein liegt in gebundener Form vor und wird nur langsam freigegeben. So kann es nicht auf den Magen schlagen, wirkt langsamer, aber länger. Außerdem belebt Tee direkt das Gehirn und das zentrale Nervensystem. Zudem enthält Tee den beruhigenden Gerbstoff Tannin - umso mehr, je länger der Aufguss zieht.
Gerbstoffe behindern jedoch die Aufnahme von Eisen das in der Nahrung enthalten ist. Eine Tasse Tee kann die Eisenaufnahme um bis zu 50% vermindern, deshalb ist es nicht empfehlenswert grünen Tee zu den Hauptmahlzeiten zu trinken. Hier bringen Früchte und Kräutertees Abwechslung.
Tee enthält viel Fluorid mit 3-5 Tassen Tee deckt man die empfohlene Tagesmenge. Fluorid stärkt die Knochen und ist in der Kariesprophylaxe nötig
Außerdem ist Tee reich an Kalium und enthält die Vitamine B1 und B2.
Grünem und weißem Tee wird wegen des Polyphenolgehalts eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen. Polyphenole zählen zu den Antioxidantien. Sie machen freie Radikale unschädlich und stärken so das Immunsystem.
| Wirkung | |
|---|---|
| Pfefferminze | Gegen Blähungen, Krämpfe und Übelkeit, beruhigt, gegen Erkältungen |
| Kamille | Schlaftrunk, beruhigend, antibakterielle Wirkung |
| Hibiskus | Appetitanregend, gegen Erkältungen, mildes Abführmittel |
| Brennessel | Entwässernd, harntreibend, stärkend |
| Fenchel | Gegen Blähungen, Krämpfe, Übelkeit und Bauchschmerzen, entzündungshemmend |
(Variiert nach AID und Ernährungslehre und Praxis)
Rooibos-Tee gilt als besonders gesund, denn er enthält viel Vitamin C, sowie wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente. Er ist koffein- und gerbstofffrei.
Die meisten Kräutertees kann man auch in der Schwangerschaft unbesorgt auch in größeren Mengen trinken. Vorsichtig muss man nur bei Tees sein, die Süßholz, Fenchel, Anis oder Lemongras enthalten. Der Grund besteht darin, dass diese Pflanzenarten natürliche Inhaltsstoffe enthalten, die im Tierversuch in hohen Konzentrationen krebserregend waren. Die Lebensmittelhersteller haben inzwischen auf diese Erkenntnisse reagiert und die Gehalte gesenkt, indem sie Kräutersorten auswählen, die weniger von diesen bedenklichen Inhaltsstoffen enthalten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass es keine Nachweise für eine konkrete Gesundheitsgefährdung beim Menschen gibt. Aus Vorsorgegründen empfiehlt das Bundesinstitut dennoch, diese Teesorten nicht langfristig in großen Mengen zu trinken. Das heißt, dass der Konsum hiervon 2-3 Tassen am Tag nicht überschreiten sollte.
Pestizidrückstände sind ein Problem im Teeanbau. 2008 untersuchte "ÖKO-TEST“ verschiedene Tees. Besonders belastet waren die als gesund geltenden Grüntees. In vier Produkten lag für insgesamt sechs Pestizide die Belastung über den Grenzwerten. Dass die Tees so schlecht abgeschnitten haben, liegt aber laut "ÖKO-TEST“ nicht an der Farbe: Grüntees kommen häufig aus China, wo mehr Pestizide verspritzt werden als in anderen Anbaugebieten, wie etwa in Indien. Untersucht wurden von „ÖKO-TEST“ sowohl Teebeutel vom Discounter als auch Tees in mittlerer Preislage aus Fachgeschäften.
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlichte Mitte Oktober 2009 die Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung 2008. Gezielt wurde Rooibos-Tee überprüft, da er immer wieder durch hohe Pflanzenschutzmittel- Rückstände aufgefallen war. Dabei zeigte sich, dass 75 - 90 % der Proben von Rooibos-Tee Rückstände enthielten die teilweise über den Grenzwerten lagen. Auch Pfefferminztee wurde häufig beanstandet. Lebensmittel, die die gesetzlich festgelegten Höchstgehalte überschreiten sind nicht verkehrsfähig und dürfen nicht verkauft werden.
Für aromatisierten Tee gibt es keine gesetzlichen Höchstmengen für Pestizide. Lediglich die Grundzutaten - also der Tee und die Zitronen oder Fruchtstückchen für das Aroma - müssen die jeweiligen Grenzwerte erfüllen
Risiken durch Schadstoffe in Getränken lassen sich am besten vermeiden, indem man abwechslungsreich trinkt und zwischen verschiedenen Teesorten abwechselt. Außerdem kann man bei losen Tees auch die Verkäufer fragen ob Rückstandskontrollen durchgeführt wurden.
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