Die Bereitung von Essig aus vergorenen alkoholischen Getränken, insbesondere Wein, war bereits im Altertum bekannt. Bis zum frühen Mittelalter wurde Essig haushaltsmäßig durch stehen lassen von Wein oder Bier in offenen Gefäßen hergestellt. Er wurde beim Würzen und Konservieren von Speisen, aber auch als Erfrischungsgetränk sehr geschätzt.
Essig erlebt nun ein Comeback. Vor allem über Obst- und Apfelessig wird häufig berichtet. So soll er innerlich und/oder äußerlich angewendet helfen, eine Vielzahl von Beschwerden (Asthma, erhöhte Blutfettwerte, Hämorrhoiden, Fußpilz usw.) zu lindern oder gar zu beseitigen. Selbst bei Übergewicht soll der gewünschte Gewichtsverlust herbeigeführt werden. Ein Glas Wasser mit zwei Teelöffel Apfelessig und zwei Teelöffel Honig, täglich getrunken, sollen für diese Effekte sorgen.
Als Grund für diese positiven Wirkungen, wird der "hohe" Gehalt an bestimmten Inhaltsstoffen (z. B. Kalium, Calcium, ß-Carotin, Pektine usw.) im Apfelessig angegeben.
Folgende Tabelle gibt einen Überblick über den Nährstoffgehalt einer Tagesration ausgewählter Essigsorten verglichen mit einer Tagesration Äpfel (230 g):
| Lebensmittel | Kalium [mg] | Calcium [mg] | ß-Carotin [µg] | Vitamin C [mg] | Ballaststoffe [g] |
|---|---|---|---|---|---|
| Apfelessig pro 10 g (2 Teelöffel) | 10 | 1 | 1 | 0 | 0 |
| Branntweinessig pro 10 g (2 Teelöffel) | 9 | 2 | 1 | 0 | 0 |
| Apfel pro 230 g (2 Stück) | 331 | 16 | 104 | 28 | 5 |