Aufschluss über die Frage „Wie isst Bayern?“ gibt die zweite Nationale Verzehrsstudie (NVS II), die von November 2005 bis Januar 2007 vom Max Rubner-Institut (MRI) durchgeführt wurde.
Mit Hilfe dieser Studie wurde in einer bundesweiten Stichprobe (19371 Teilnehmer) die Ernährungssituation der in Privathaushalten lebenden, deutsch sprechenden Personen im Alter von 14 bis 80 Jahren untersucht.
Dabei wurden auch Daten zum Lebensmittelverzehr von 3090 Bayern, 1441 männlichen und 1649 weiblichen Personen, erfasst.
Vergleich Lebensmittelverzehr in Bayern mit dem Bundesdurchschnitt als Fortsetzung des Beitrags: Vergleich wünschenswerter und tatsächlicher Lebensmittelverzehr in Bayern
Abbildung 4a vergleicht den Lebensmittel-, Abbildung 4b den Bierverzehr in Bayern und Deutschland.
Wie aus Abbildung 4a ersichtlich, zeigen Bayern und Bundesbürger ein ähnliches Verzehrsverhalten.
In Bayern werden mehr Gemüse (10% bzw. 258 g) und Obst (10% bzw. 549 g) als im Bundesdurchschnitt (Gemüse 233 g, Obst 505 g) gegessen.
Speisefette (-20% bzw. 20 g) und Eier (-10% bzw. 17 g) liegen unter dem Bundesdurchschnitt (Speisefette 25 g, Eier 19 g).
Auffallend ist mit 413 ml gegenüber 195 ml die hohe Alkoholzufuhr in Bayern.
Beim Vergleich des Bierverzehrs (Abbildung 4b) zeigt sich, dass Männer und Frauen in Bayern täglich etwa ein Drittel mehr (Männer 357 ml, Frauen 59 ml) Bier trinken als der deutsche Bundesbürger (Männer 253 ml, Frauen 39 ml).