Wer zum Energie-Sparfuchs werden will, braucht Informationen. Einen schnellen Rat geben Gütezeichen, die z. B. besonders energiesparende Geräte kennzeichnen. Im Folgenden werden einige wichtige gängige Energie-Label vorgestellt. Weitere Informationen zu Labeln, Siegeln und Gütezeichen bietet die Datenbank Label-Online. Hier werden 400 Label aus den Bereichen Energie, Umwelt, Gesundheit, Soziales sowie Sicherheit erklärt und bewertet.
Das älteste Umweltzeichen der Welt, der Blaue Engel, kennzeichnet verschiedene besonders stromsparende Geräte, u. a. Computer, Drucker und Multifunktionsgeräte. Neben dem Stromverbrauch werden auch gesundheitliche und ökologische Eigenschaften des Produktes getestet. Die Hersteller müssen diese Auszeichnung alle drei Jahre beantragen. Die Kriterien werden von der Jury Umweltzeichen festgelegt, der neben Handel und Industrie auch Umwelt- und Verbraucherorganisationen sowie Gewerkschaften und Kirchenvertreter angehören.
Die Europäische Union hat für Haushaltsgroßgeräte, Lampen und Fernseher ein Verbrauchs-Kennzeichen ("EU-Energie-Etikett") entwickelt. Es gibt Auskunft darüber, wie energieeffizient ein Gerät arbeitet. Auf dem europaweit einheitlichen Etikett finden sich in kompakter Form die wichtigsten technischen Daten – u. a. zu Strom- und Wasserverbrauch. Das von Händlern verpflichtend zu nutzende Label teilt die Geräte in sieben Effizienzklassen von A (sehr sparsam) bis G (extrem hoher Verbrauch) ein. Ab 2011 kann die Skala der Kennzeichnung von Kühl- und Gefriergeräten, Geschirrspülern und Waschmaschinen um bis zu drei neue Klassen (A+/A++/A+++) aufgestockt werden, sobald die Geräte einer bestimmten Kategorie überwiegend die Klasse „A“ erreichen.
Eines der verlässlichsten Zeichen ist das Europäische Umweltzeichen, die "Euroblume". Sie wird für Unterhaltungselektronik, Computer, Energiesparlampen und eine Reihe weiterer Produkte vergeben, die besonders effizient sind und zudem schadstoffarm und energie- und ressourcenschonend hergestellt wurden. Die Vergabekriterien liegen deutlich über den gesetzlichen Anforderungen, ihre Einhaltung wird von unabhängigen Stellen kontrolliert. Ändern sich die Kriterien, muss das Zeichen neu beantragt werden.
Der Energy Star ist ein freiwillig anwendbarer Mindeststandard für die Energieeffizienz von Bürogeräten. Die Vergabekriterien für das Energy Star-Zeichen werden gemeinsam von der U.S. Umweltbehörde (EPA), der EU-Kommission und Experten für Informationstechnologie festgelegt. Im Bürogerätebereich entwickelt sich die Technik sehr schnell weiter und obwohl die Energy Star-Kriterien regelmäßig überprüft werden, kann es zwischenzeitlich vorkommen, dass die Vergabekriterien der technischen Entwicklung hinterher hinken. Ziel ist es jedoch, die Kriterien zur Vergabe des Energy Star-Labels so anspruchsvoll zu gestalten, dass sie nur von etwa einem Viertel der am Markt befindlichen Geräte erfüllt werden. Der Energy Star ist als Orientierungshilfe für energieeffiziente Geräte nur eingeschränkt empfehlenswert, da die Einhaltung der Kriterien lediglich vom Hersteller erklärt wird, eine unabhängige Prüfung findet nicht systematisch statt.
Das TCO-Label erhalten Computer und Monitore sowie Drucker, Kopier- und Faxgeräte für niedrigen Energieverbrauch, Umweltverträglichkeit (Schadstoffvermeidung) und Recyclingfähigkeit. Die Anforderungen an die Geräte werden regelmäßig aktualisiert.